Familienprojekt
Misophonie betrifft nicht nur euer Kind, sondern eure ganze Familie. Deshalb arbeitet ihr auch gemeinsam an der Lösung. Euer Kind soll spüren: „Ich bin nicht das Problem. Wir schaffen das gemeinsam.“
Statt euch gegenseitig Vorwürfe zu machen oder immer wieder in dieselben Konflikte zu geraten, lernt ihr, als Team mit der Misophonie umzugehen.
So wird aus dem ständigen Gegeneinander Schritt für Schritt wieder ein Miteinander und euer Kind kann eure Unterstützung wieder annehmen.
Misophonie-Ampel©
Oft eskaliert eine Situation, bevor ihr überhaupt wisst, was gerade passiert ist. Genau hier hilft euch die Misophonie-Ampel©.
Sie gibt euch eine gemeinsame Sprache, mit der euer Kind frühzeitig zeigen kann, wie stark es gerade belastet ist und jeder weiß, was in dieser Situation zu tun ist. So könnt ihr reagieren, bevor aus einem Trigger der nächste große Streit wird.
Euer Kind fühlt sich verstanden. Ihr als Eltern bekommt wieder mehr Sicherheit. Und aus ständigem Streit können Schritt für Schritt Verständnis und Vertrauen entstehen.
Inhibitorisches Lernen
Misophonie ist nichts „Magisches“. Das Gehirn eures Kindes hat gelernt, bestimmte Geräusche mit Stress, Alarm oder Wut zu verknüpfen.
Genau hier setzt das inhibitorische Lernen an: Das Gehirn lernt Schritt für Schritt neue Verbindungen aufzubauen: weg von „Geräusch = Gefahr“ hin zu „Geräusch = sicher und kontrollierbar“.
So entstehen mit der Zeit neue, ruhigere Reaktionsmuster und viele Teilnehmer erleben erstmals wieder mehr Ruhe, Kontrolle und Gelassenheit im Alltag.